Haus ohne Dach
Unter dem Regime von Saddam Hussein fliehen die Geschwister Alan, Jan und Liya zusammen mit ihrer Mutter nach Deutschland und beginnen dort ein neues Leben. Als die Mutter stirbt, machen sich die drei auf den Weg in den Nordirak, um ihr dort den letzten Willen zu erfüllen und sie in der Heimaterde zu beerdigen. Dort angekommen, treffen sie auf eine Kultur, die sie vergessen haben und die auch sie vergessen hat. Weil ein Schatten über dem Tod des Vaters liegt, weigern sich die Verwandten, die Mutter neben ihrem Mann zu bestatten. Die Geschwister kidnappen den Sarg und begeben sich auf die Fahrt in ihr Heimatdorf, von dem sie nicht wissen, ob es überhaupt noch existiert. Mit der eigenen Familie auf den Fersen durchfahren die drei die unendliche Weite des Landes. Als ihnen der Sarg schließlich gestohlen wird, geraten sie untereinander in Streit. Jan erzählt seinen Geschwistern das dunkle Geheimnis um ihren Vater, woraufhin sie sich voneinander trennen und verloren durch das Land irren.
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Über
HAUS OHNE ROOF geht es um die Reise der Geschwister LIYA, JAN und ALAN, die im kurdischen Gebiet des Irak geboren und in Deutschland aufgewachsen sind. Die drei wollen ihren letzten Wunsch erfüllen, sie in ihrem Heimatdorf neben ihrem Mann zu begraben, der im Krieg unter dem Saddam Hussein Regime getötet wurde. Auf ihrer kurdischen Odyssee sind sie nicht nur mit ihrer kurdischen Familie konfrontiert, die nicht den letzten Wunsch ihrer Mutter, sondern vor allem mit ihren eigenen Angelegenheiten akzeptiert. In den letzten Jahren distanzierten sie sich gegenseitig - jeder führt sein eigenes Leben - und wenn sie Gespräche führen, sind sie meist auf Vorwürfen beruhen. Parallel zum Lauf ihrer Reise ist es merklich, dass in ihrem Heimatland die Dimension eines schrecklichen Konflikts, den niemand überstehen kann, zur Katastrophe führt.
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