Im Labyrinth des Schweigens
Deutschland 1958 - Wiederaufbau, Wirtschaftswunder. Johann Radmann ist seit kurzem Staatsanwalt und muss sich wie alle Neulinge um Verkehrsdelikte kümmern. Als der Journalist Thomas Gnielka im Gerichtsgebäude für Aufruhr sorgt, wird er hellhörig: Ein Freund Gnielkas hat einen Lehrer als ehemaligen Auschwitz-Wärter erkannt, doch niemand will seine Anzeige aufnehmen. Gegen den Willen seiner direkten Vorgesetzten beginnt Radmann sich mit dem Fall zu beschäftigen – und stößt auf ein Geflecht aus Verdrängung, Verleugnung und Verklärung. Von „Auschwitz“ haben in diesen Jahren die einen nie gehört, und die anderen wollen es so schnell wie möglich vergessen. Nur Generalstaatsanwalt Fritz Bauer unterstützt seine Neugier, er selbst möchte die dort begangenen Verbrechen seit Langem an die Öffentlichkeit bringen, für eine Anklage fehlen ihm jedoch die Beweise.
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Über
Das Jahr ist 1958. Der Krieg ist seit dreizehn Jahren vorbei, und die Bundesrepublik Deutschland erholt sich nicht nur, sondern auch. Aber wo sind die Nazis? Wer hat je von den Todeslagern gehört? Es sieht so aus, als ob alles für das Beste in den besten aller möglichen Welten in diesem Land von Milch und Honig ist - Zumindest, bis der Tagesjournalist Thomas Gnielka über die Anerkennung eines deutsch-jüdischen Künstlers eines lokalen Schulleiters berichtet, ein ehemaliger Wächter im Konzentrationslager Auschwitz - Zumindest, bis Johann Radmann, ein junger Staatsanwalt, entscheidet, den Fall zu untersuchen - Niemand weiß es noch, aber das ist der Anfang einer neuen Ära. Selbst wenn der Weg zum Bewußtsein wird lang und felsig.
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