Das Kolonialinstitut
2019 - Hundert Jahre Universität Hamburg. Der Film blickt zurück auf die Gründungszeiten, die eng verbunden sind mit dem deutschen Kolonialismus in Afrika und der Rolle, die die Wissenschaft dabei spielte. Als Reaktion auf Völkermord und blutige Aufstände in den deutschen Kolonien wurde 1909 das Hamburgische Kolonialinstitut gegründet, eine Hochschule, die den Kolonialismus verwissenschaftlichen sollte. Die gängige Meinung war, dass Kolonialismus eine Technik und Wissenschaft ist, die man lernen kann. 1919 wurden die Forschungsinstitute der Sternwarte, des Völkerkundemuseums und des Botanischen Gartens zusammengelegt zur Universität, die sich dann Kolonialinstitut nannte. Noch bis in die 1960er Jahre hat sich die Universität Hamburg als Kolonialuniversität verstanden. Der spannende Film durchforstet die Archive der Universität und verschiedener Museen nach gut gehüteten Spuren dieser Vergangenheit.
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Über
Als die Universität Hamburg 1919 gegründet wurde, war es stolz, die erste Universität eines neuen, demokratischen Deutschlands zu sein. Aber die Universität kam nicht von nichts. Bereits 1909 gründeten Professoren und Politiker das Hamburger Kolonialinstitut. Indem sie auf Völkermord und blutige Kriege in deutschen Kolonien reagierten, versuchten sie, dem Kolonialismus eine "wissenschaftliche" Grundlage zu geben. Dieser Film wandert durch die Archive und Sammlungen der Universität Hamburg, ihre Gewächshäuser und Labore, um Spuren des Kolonialismus zu finden, um diese komplizierte Verschränkung von Wissenschaft und Kolonialismus zu verfolgen. Es zeigt sich auf einer Expedition nach Zentralafrika, liest Briefe eines afrikanischen Sprachassistenten und sucht nach einem Schädel, den er nicht sehen darf.
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